Geschichte

Im Juli 1819 kamen im aargauischen Städtchen Zofingen 60 Studenten der Universitäten Bern und Zürich zusammen. Sie stifteten den Schweizerischen Zofingerverein (Zofingia), den Ältesten gesamtschweizerischen Studentenverband. Die Ziele der Gründergeneration bestanden in der Schaffung eines Schweizerischen Bundesstaates und der Sammlung aller Studenten unter einem Dach. Rasch verbreitete sich die Zofingia, und neben Bern sowie Zürich entstanden bald Sektionen in Luzern, Lausanne, Basel, Genf, Solothurn, Neuenburg, St. Gallen, Chur und Aarau.

Heute ist die Zofingia, deren Mitglieder an den rot-weiss-roten Bändern und den weissen Mützen erkennbar sind, mit Sektionen an allen Universitäten sowie an den Mittelschulen von Aarau, Luzern, St. Gallen und Zofingen vertreten. Die einzelnen Sektionen sind im Centralverein zusammengefasst, welcher vom Centralausschuss geleitet wird. Zur Zeit zählt die Zofingia rund 400 Aktive und 3000 Alte Herren.

Den Devisen Patriae-Amicitae-Litteris blieb die Zofingia seit ihren Anfängen treu. Neben der Pflege der Freundschaft bezweckt die Verbindung, Persönlichkeiten heranzubilden, die imstande sind, Verantwortung zu tragen. Als „freie Schule freier Gedanken“ setzt sie sich mit Fragen des politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens auseinander, ohne sich jedoch in die Tagespolitik einzumischen.

Ihrem Zweck folgend, brachte die Zofingia im Verlaufe ihrer Geschichte eine Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten hervor. Unter Ihnen waren oder sind General Guisan, Alfred Escher, Arthur Dunkel, Jakob Burckhardt, Karl Barth , C.F Meyer, C.F. Ramuz, Albert Anker, C.G. Jung, etliche Bundesräte sowie eine Vielzahl von National- und Ständeräten.

Gestern wie heute bildet die Amicitia den Schwerpunkt des alltäglichen Zofingerlebenbens. Neben den gemeinsamen Stämmen und Anlässen der einzelnen Sektionen präsentiert sich die Amicitia in einer Vielzahl von Facetten, die hier nur bruchstückhaft dargestellt werden können: legendäre, teilweise an „Animal House“ erinnernde Wohngemeinschaften, Lerngruppen zur Prüfungsvorbereitung, ausschweifendes Feiern nach bestandenem Examen, Reisen bis in die letzten zofingerisch unentdeckten Winkel unseres Planeten, um endlich ein neues Paradies als Ersatz für die Insel Ios zu finden, und vieles, was sich nicht aufschreiben lässt, mehr.

Weitere Informationen

Eine detailliertere Geschichte findest Du auf der Website des schweizerischen Zofingervereins und bei Wikipedia.